Der Sündenfall und Bewusstsein

These: Der Sündenfall ist eine mythologische Aufarbeitung der Entstehung des Bewusstseins, die dadurch entstanden und vielleicht nötig ist, weil sich der Mensch sich seines Bewusstseins bewusst wurde.

Bisher kenne ich zwei mythologische Aufarbeitungen des Sündenfalls:

  1. Der Mythos von Prometheus
  2. Der biblische Sündenfall

Siehe dazu den Eintrag in Wikipedia:

Eine andere Deutung vertrat Carl Gustav Jung. Seinem Ansatz zufolge ist psychisch jeder Schritt zu einem größeren Bewusstsein eine Art prometheischer Schuld. Durch die Erkenntnis wird gewissermaßen ein Feuerraub an den Göttern begangen, indem etwas, das Eigentum der unbewussten Mächte war, aus diesem naturhaften Zusammenhang herausgerissen und der Willkür des Bewusstseins unterstellt wird. Die Verlassenheit des angeschmiedeten Prometheus im Kaukasus interpretierte Jung als die Einsamkeit desjenigen, der eine neue Erkenntnis gewonnen hat, die sein Bewusstsein erweitert: Ein solcher Entdecker hat sich zwar einem gottähnlichen Zustand angenähert, aber zugleich seiner menschlichen Umgebung entfremdet. Die Qual seiner Einsamkeit ist die Rache der Götter für die „Usurpation“ von Erkenntnis, die – wie im biblischen Mythos vom Sündenfall – eine Tabuverletzung darstellt. Quelle

Aktualisierung des Parteiprogramms

Wir sind für eine völlige Abschaffung eines Wahlalters. Anstelle dessen treten wir für einen umfassenden Wählerschaftstest.

Dieser umfasst das Grundlagenwissen in Wirtschaft, Politik, Zeitgeschehen und Moral

Wir gehen davon aus, dass der Bürger mündig ist. Mündigkeit bedeutet, dass der Bürger hinreichend informiert ist, bevor er wählt.

Daher treten wir für die Einführung von einem Grundlagentest vor jeder Wahl ein: Wir vertrauen dem mündigen Bürger, dass er diesen Test mit Bravur bestehen wird, denn der mündige Bürger wählt nicht dort, wo er unwissend ist.

Ein Wahlalter ist dagegen nicht nötig, weil der Bürger durch den Test bereits gezeigt hat, dass sich als Wähler qualifiziert hat.

Vgl. Das Donner und Pflicht Parteiprogramm

Moderne Kunst als kränklicher Verfall

Wenn Kunst da angelangt ist, wo Mensch und Affe das gleiche Interesse an Kunst pflegen, die gleichen Gründe für eine künstlerische Tat haben, hat sie es geschafft, erbärmlich zu werden. An diesem Punkt gibt es niemanden mehr, der um ihren Tod weinen wird, wie auch niemand um den Tod eines Menschen weint, der am Ende all seinen Wohlstand verbraucht hat, sondern dazu noch keine Familie gegründet, seine Freunde durch seinen Narzissmus und alle möglichen Widerwärtigkeiten vergrault hat und sich darüber hinaus tief und in alle Wurzeln seiner Seele selbst verachtet hat.

»Heute haben der letzte Affe und der moderne Mensch das gleiche Interesse an der Herstellung von Bildern, man könnte sogar behaupten: Wenn ein zeitgenössischer Künstler ein Bild malt, hat er dafür kaum wesentlichere Gründe als ein Schimpanse.« https://www.spiegel.de/kultur/kunst-von-congo-a-06df886b-0002-0001-0000-000046171217?context=issue

Kunst ist nicht irrelevant geworden, weil die Menschen sich nicht mehr nach Kunst sehnen. Sie ist nicht irrelevant geworden, weil Menschen sich lieber mit Kino und Oberflächlichkeiten beschäftigen, als mit Theater und Tiefgründigkeit. Kunst ist irrelevant geworden, weil sie ein narzisstisches und unreifes Arschloch ist, dass tätigen Menschen auf der Tasche liegt und glaubt, die Menschen müssten würdigen, was sie abstößt.

Inkompetente sind die schlimmsten Politiker – Fall Baerbock

Gute Absichten und nichts dahinter. Geht ja nicht nur um die Bearbock Die bearbeitet schließlich nicht ihre Homepage, sondern ein komplettes Wahlkampfteam. Und wenn das einem Team durch die Lappen geht, spricht das wesentlich mehr Bände, als hätte die Baerbock als Einzelperson etwas geschludert.

Doping in Philosophie

Der pragmatische Wahrheitsbegriff ist eigentlich bereits ein Hybridbegriff: Er vermischt die Kategorie der Handlung (Nützlichkeit) mit der Kategorie des Denkens (Korrespondenz).

Wenn man vertritt, dass der pragmatische Wahrheitsbegriff anderen Begriffen überlegen ist, sollte man so ehrlich sein und zugeben, dass man Doping benutzt. Das Schöne an Philosophie ist, dass Doping nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht ist. Nicht erwünscht ist entweder Naivität (man weiß nicht, dass man Doping benutzt) oder Unehrlichkeit (man benutzt Doping, um eine Debatte zu gewinnen, anstatt eine Diskussion zu befruchten).

Bei einer Debatte geht es ums Gewinnen. Bei einer Diskussion um die gemeinsame Suche nach einer Sache.

Nietzsche als Prophet

Nietzsche ist eher ein Prophet als ein Philosoph. Wenn Prophetie die Botschaft Gottes ist und wir Gott als unseren Adressaten verstehen, wenn wir die Welt als Ganzes verstehen wollen, ist dies das Programm von Nietzsche.

Mit seinem Werk “Genealogie der Moral” versucht er nicht mehr wie Philosophen eine Moral mit moralischem Wahrheitsanspruch zu begründen. Vielmehr vollzieht er einen Akt der Demut, indem er lediglich zu beschreiben versucht, wie Moral tatsächlich zu Stande kommt.

Ob wir Nietzsche als Propheten und nicht als Philosophen verstehen, hängt von zwei Voraussetzungen ab:

  1. Gibt es etwas oder jemanden, das oder der sich mitteilt?
  2. Ist Nietzsche tatsächlich ein Bote?

Ich plädiere dafür. Nietzsche akzeptiert, dass das Christentum nicht mehr die Sprache der Menschen ist. Er sucht nach einer anderen Sprache. Das, was er beschreibt, ist die Konsequenz daraus, dass die Voraussetzungen des Christentums nicht mehr selbstverständlich sind. Während die christlichen Propheten Boten einer sich ordnenden Welt sind, Boten von Gottes Schöpfung, ist Nietzsche der Prophet des Chaos. Nicht sein Befürworter, sondern ein Mensch, der das Chaos kommen sieht und versucht das Beste daraus zu machen.

Kommentar: Der Begriff Prophet steht momentan immer noch eng in Beziehung zum Zerrbild, dass wir als moderne Menschen vom Christentum haben. Versteht man Religion und Glauben als nützliche (oder schädliche) Spinnerei, damit wir Menschen unseren Umgang mit der Realität verändern, ist diese Position nicht verstehbar. In dem Fall wäre Ablehnung dogmatisch und nicht argumentativ. Wir befinden uns hier in einer Mischwelt des metaphorisch-symbolischen und des realistisch-materialistischem. Für ein Verständnis braucht es Einsichten in die symbolische Natur des Seins, anstelle des Glaubens an das moderne Dogma des Materialismus. Doch hat man dies zur Verfügung, kann man selbstverständlich anderer Meinung sein. Dann aber rational und nicht dogmatisch.

GameStop Stonks

Wenn es der einfache Mann will, macht er, was er will. :)

Leider wollen zu wenig überhaupt etwas. :(

Einsamkeit durch Selbstbezogenheit

Wenn du mich mehr vor dem Hintergrund deiner eigenen Erfahrungen beurteilst, anstatt als einen von deinen Erfahrungen unabhängigen Menschen, redest du nicht mit mir. Du redest mit dir selbst und solltest dich nicht wundern, wenn du dich einsam fühlst.

Redest du nur mit dir selbst, anstatt mit anderen Menschen, bist du selbst und nur du selbst schuld, dass du einsam bist.